Zwei Abschlüsse, zwei Richtungen
| Medienfachwirt Digital und Print | Industriemeister Print | |
|---|---|---|
| Ausrichtung | kaufmännisch, organisatorisch, konzeptionell | technisch, produktionsorientiert |
| Typische Arbeitsorte | Agenturen, Verlage, Marketingabteilungen, Druckereien | Druckereien, Verpackungs- und Weiterverarbeitungsbetriebe |
| Schwerpunkte | Konzeption, Kalkulation, Marketing, Führung | Produktionsleitung, Anlagensteuerung, Qualitätssicherung, Führung |
| Fachrichtungen | Digital oder Print | Printmedien |
| Niveau | DQR 6 (Bachelor Professional) | DQR 6 (Bachelor Professional) |
Kurz gesagt: Wer Projekte konzipiert, kalkuliert und Kunden berät, ist beim Medienfachwirt richtig. Wer eine Produktion leitet, Maschinen und Abläufe verantwortet, eher beim Industriemeister Print. Beide Abschlüsse sind im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingeordnet.
Was Absolventinnen und Absolventen später tun
- Konzeption: Medienkonzepte für Print, Web, Apps und Social Media entwickeln.
- Kalkulation: Kosten-Leistungs-Rechnung, Angebote erstellen, Projekte wirtschaftlich steuern.
- Produktion: Abläufe planen, überwachen, Qualität sichern.
- Marketing: Vertrieb planen, Suchmaschinenmarketing einsetzen.
- Führung: Teams leiten, ausbilden, Personal entwickeln.
Wie der Weg dorthin aussieht

Die Vorbereitung auf die bundeseinheitliche IHK-Prüfung ist in Vollzeit, berufsbegleitend in Teilzeit oder als Fernlehrgang möglich. Berufsbegleitende Kurse ziehen sich meist über eineinhalb bis zwei Jahre. Die IHK Rhein-Neckar bietet einen eigenen Vorbereitungslehrgang an, der derzeit als Live-Online-Webinar stattfindet – praktisch für Teilnehmende aus Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und darüber hinaus.
Zur Prüfung zugelassen wird in der Regel, wer eine Ausbildung in einem Medienberuf abgeschlossen hat und einschlägige Berufspraxis nachweist. Auch Quereinsteiger mit mehrjähriger Branchenerfahrung haben eine Chance. Die genauen Voraussetzungen stehen in der Prüfungsordnung; verbindlich Auskunft gibt die zuständige IHK.
Die Lehrgänge sind über das Aufstiegs-BAföG förderfähig. Ein Teil der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren wird als Zuschuss gezahlt, der Rest kann als zinsgünstiges Darlehen finanziert werden. Die aktuellen Fördersätze finden Sie auf aufstiegs-bafoeg.de.
Rückblick: die GQiB Mannheim

Viele Medienfachwirte und Industriemeister der Region haben ihren Abschluss bei der GQiB – Gesellschaft zur Qualifizierung im Beruf in Mannheim vorbereitet. Die Gesellschaft wurde im Januar 2006 gegründet und Ende 2022 planmäßig aufgelöst. Ich war bis dahin einer der vier Gesellschafter und Hauptdozent. Gemeinsam mit Friedhelm Schneidewind, Christoph M. Maier-Stahl und Holger Stein bildete ich das Kernteam der Dozenten.
Das Besondere war die Nähe zur Prüfung: Die Hauptdozenten waren selbst IHK-Prüfer. Diesen Ansatz führe ich heute in den IHK-Lehrgängen fort.
Erste Planung
Ankreuzen genügt – alles Weitere klären wir im Gespräch.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Medienfachwirt und Industriemeister Print?
Der Medienfachwirt ist kaufmännisch, organisatorisch und konzeptionell ausgerichtet – für Agenturen, Verlage und Marketingabteilungen. Der Industriemeister Print ist produktionsorientiert: Leitung von Druck- und Weiterverarbeitungsprozessen und technische Qualitätssicherung.
Was bedeutet „Bachelor Professional“?
Mit der Reform des Berufsbildungsgesetzes wurden für IHK-Aufstiegsfortbildungen die Abschlussbezeichnungen „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ eingeführt. Medienfachwirt und Industriemeister Print sind im Deutschen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingeordnet – derselben Stufe wie ein Hochschul-Bachelor. Welche Bezeichnung genau auf dem Zeugnis steht, regelt die jeweilige Prüfungsordnung.
Welche Fachrichtungen gibt es beim Medienfachwirt?
Digital (Webentwicklung, Apps, Social Media, Online-Marketing) und Print (Druckverfahren, Bedruckstoffe, Weiterverarbeitung).
Wer wird zur IHK-Prüfung zugelassen?
In der Regel Personen mit abgeschlossener Ausbildung in einem Medienberuf und einschlägiger Berufspraxis. Quereinsteiger können mit mehrjähriger Branchenerfahrung zugelassen werden. Maßgeblich ist die Prüfungsordnung; Auskunft gibt die zuständige IHK.
Gibt es Förderung?
Ja. Als anerkannte Aufstiegsfortbildungen sind die Lehrgänge über das Aufstiegs-BAföG förderfähig – mit Zuschuss und zinsgünstigem Darlehen. Die aktuellen Sätze stehen auf aufstiegs-bafoeg.de.
Was war die GQiB Mannheim?
Die Gesellschaft zur Qualifizierung im Beruf bildete von Januar 2006 bis Dezember 2022 Medien-Fach- und Führungskräfte in der Region aus. Klaus Imhof war einer der vier Gesellschafter und Hauptdozent, bis die Gesellschaft Ende 2022 planmäßig aufgelöst wurde. Heute unterrichtet er weiter in IHK-Lehrgängen.
Wie lange dauert der Lehrgang?
Das hängt vom Bildungsträger und Format ab, berufsbegleitend in der Regel mehrere Semester. Die genauen Termine nennt der jeweilige Anbieter.
Bereitet Klaus Imhof auch auf einzelne Prüfungsteile vor?
Ja, etwa auf die Präsentation und das Fachgespräch.
Sprechen wir über Ihr Vorhaben
Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht genügt – das erste Gespräch ist unverbindlich.
